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„Die Prostitutionsanstalt“ – Die Anstalt (ZDF, 2026)

Mit ungewöhnlicher Schärfe widmet sich die ZDF-Satiresendung Die Anstalt dem Thema Prostitution in Deutschland – und stellt Fragen, die im öffentlichen Diskurs oft ausgeblendet werden: Wo endet sexuelle Selbstbestimmung? Wo beginnt Zwang? Warum wird so selten über Freier gesprochen? Und weshalb gilt Deutschland inzwischen vielen als „Bordell Europas“? 


Die Sendung verbindet Satire mit gründlicher Recherche und greift zahlreiche Aspekte auf, die seit Jahren von Frauenrechtlerinnen, Kriminalbeamten und Menschenhandels-Experten kritisiert werden: organisierte Ausbeutung, Gewalt gegen Frauen, strukturelle Abhängigkeit und die politischen Folgen der Liberalisierung des Prostitutionsmarktes.


Bemerkenswert ist dabei weniger die Zuspitzung – sondern dass ein großes öffentlich-rechtliches Format das Thema überhaupt so deutlich und in dieser gesellschaftlichen Dimension behandelt. 

Die Folge markiert damit einen seltenen Moment breiter medialer Aufmerksamkeit für eine Debatte, die lange an den Rand gedrängt wurde.


 Die Folge „Die Prostitutionsanstalt“ vom 28. April 2026 im ZDF: https://www.zdf.de/video/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-28-april-2026-100


„Prostitution und Steuern – schaut der Staat weg?“

Die BR-Recherche beleuchtet einen Aspekt der Prostitutionsdebatte, über den lange kaum gesprochen wurde: milliardenschwere Steuerverluste, intransparente Geldflüsse und massive Vollzugsdefizite bei der Besteuerung des Rotlichtmilieus.


Im Mittelpunkt stehen Fragen, die auch Inge Bell und Helmut Sporer seit Jahren thematisieren: Warum funktionieren steuerliche Kontrollen im Prostitutionsgewerbe so schlecht? Weshalb profitieren Betreiberstrukturen von mangelnder Transparenz? Und warum bleibt ein Milliardenmarkt trotz chronisch leerer Staatskassen weitgehend unter dem Radar der Finanzbehörden?


Der Beitrag zeigt, dass Prostitution längst nicht nur eine sozial- oder frauenpolitische Debatte ist, sondern auch ein Thema von Steuerrecht, Schattenwirtschaft und organisierter Kriminalität.

„Blaulicht im Rotlicht“ – Polizeilicher Handlungsspielraum im Prostitutionsmilieu 

Die Kooperations-Veranstaltung mit dem Ulmer Bündnis gegen Menschenhandel im Juni 2023 in Ulm brachte kriminalistische Praxis, Frauenrechtsarbeit und internationale Perspektiven zusammen. 

Gemeinsam mit dem schwedischen Kriminalkommissar Simon Häggström diskutierten Helmut Sporer und Inge Bell über Menschenhandel, Gewalt gegen Frauen und die Realität des Prostitutionsmilieus in Deutschland. 


Im Mittelpunkt standen Erfahrungen aus Ermittlungen, die Grenzen des Prostituiertenschutzgesetzes und die Frage, warum Deutschland international zunehmend als „Bordell Europas“ wahrgenommen wird. Die Beiträge schildern ein Milieu, das nach Einschätzung der Beteiligten stark von Ausbeutung, psychischem Druck und struktureller Gewalt geprägt ist. 


Die Dokumentation bündelt zentrale Aussagen, Hintergrundinformationen und Pressefotos der Veranstaltung – sachlich, konkret und mit unmittelbarem Praxisbezug aus Polizei, Opferschutz und politischer Beratung. 

Mehr auf den Websiten des DIAKA - Deutsches Institut für angewandte Kriminalitätsanalyse: https://www.diaka.org/blaulicht-im-rotlicht/